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Der Film des Regisseurs Rupert Wyatt, The Gambler, aus dem Jahr 2014 ist eine Hommage an den Film “Spieler ohne Kugel”. Dieser wurde bereits 1974 erstmals produziert. In der Besetzung finden sich Mark Wahlberg, Jessica Lange, George Kennedy und John Goodman.

Spielerdrama

Die Handlung des Films folgt einem klassischen Spielerdrama. Jim Bennet (Mark Wahlberg) führt ein Doppelleben. Einerseits arbeitet er als Literaturprofessor und andererseits verbringt er Nächte mit Spielen in Casinos. Er schuldet zwielichtigen Glücksspielveranstaltern hohe Summen und auch dem Gangster Neville, gespielt von Kenneth Williams. Auf der ständigen Suche nach Geld leiht ihm seine Mutter 260.000 Dollar, damit er sowohl aus der Schuldenfalle als auch aus der Hölle der Sucht entkommen kann. Er scheitert jedoch daran und verspielt das ganze Geld. Schließlich lernt er den Kredithai Frank (John Goddman) kennen. Er überredet ihn, einen seiner Studenten, den Sportler Lamar (Anthony Kelly), zu motivieren ein Spiel zu gewinnen. Gleichzeitig versucht er mithilfe eines zweiten Studenten am selben Spiel teilzunehmen und gewinnt. Bennet nimmt den Spielerlös und verabredet sich im Casino mit zwei Kredithaien gleichzeitig. Bennet kann zwar nicht beide auszahlen, setzt aber seinen Gewinn auf Roulette und hat Erfolg. Er begleicht seine Schulden, verlässt die Spielhalle, lässt seine Spielsucht hinter sich und will ein Leben mit einer seiner Studentinnen verbringen, in die er sich verliebt hat.

Sozialkritischer Hintergrund

Der Streifen beschreibt in klassischer und dramaturgisch gut gelungener Weise das Leben eines Spielers, der mit seiner Sucht kämpft und letztendlich wieder ins normale Leben zurückkehrt. Die Hauptfigur Jim Bennet ist eine Mischung aus einem Draufgänger und einem Einzelgänger. Er bewegt sich stets am Abgrund und nimmt dabei auch den totalen Verlust in Kauf. Zwanghaftes Spielen wird in der Psychologie als Impulskontrollstörung bezeichnet. Die Sucht hebt sich von den anderen Süchten, wie Alkoholismus oder Drogensucht, dadurch ab, dass sie nicht substanzgebunden ist. Dennoch leiden Spielsüchtige unter ähnlichen psychischen Entzugssymptomen, wie beispielsweise Alkoholiker. Der Spielsüchtige ist nicht mehr in der Lage, sein Verhalten zu kontrollieren. Er ist stets darauf bedacht, Gewinne zu erzielen und Verluste auszugleichen oder wartet auf einen “Megagewinn”. Dabei leidet auch sein soziales Umfeld, es kommt zu finanziellen Einbrüchen bis hin zum Ruin.

Im Film setzt Bennet seine gesamte Summe beim Roulette. Bei diesem Spiel unterscheidet man zwischen einfachen und mehrfachen Gewinnchancen. Bei den einfachen Chancen werden die Zahlen in Kategorien untergeordnet. Rot und Schwarz, Gerade und Ungerade, Niedrig (1-18) und hoch(19-36). Im Gewinnfall erhält man einen 1:1 Gewinn.

Die Mehrfachchancen erzielen einen höheren Gewinn, sind jedoch weniger wahrscheinlich. Man kann dabei auf eine bestimmte Zahl setzen. Wird sie gezogen, gewinnt man. Das Gewinnverhältnis beträgt in diesem Fall 1:35.

Zu den neueren Hollywoodstreifen, die sich mit dem Thema Spielen und Casino beschäftigen zählen All In (2006), 21 (2008), Der Croupier (1998) oder der Film Rounders, ebenfalls 1998 erschienen. Zu den Klassikern unter den Casino-Filmen zählen in erster Linie Casino (1995), der James Bond Klassiker Casino Royale (2006), und die Ocean Trilogie. Die meisten dieser Filme wurden zu Kassenschlagern. Andere Glücksspielfilme sind auch Bugsy oder Last Exit Reno. Diese Filme sorgen jedenfalls für Spannung und gute Unterhaltung und sind auch für echte Zocker ein Muss.